Überblick der Fachgesellschaften

Seit Gründung der DGÄPC 1972 hat sich im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie in Deutschland vieles bewegt. Inzwischen gibt es mehrere Fachverbände, die sich durch unterschiedliche Schwerpunkte und Qualitätsstandards voneinander unterscheiden. Das Durcheinander von Abkürzungen und ähnlich klingenden Namen ist oft nicht leicht zu durchschauen. Die wichtigsten sind hier kurz und knapp zusammengefasst.

Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)
DGÄPC Logo Alle Mitglieder der DGÄPC sind überwiegend oder ausschließlich im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie und hier seit mindestens zwei Jahren in freier Praxis tätig. Voraussetzung für die Aufnahme in die älteste deutsche Fachvereinigung im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie ist außerdem eine nachgewiesene Fachausbildung sowie regelmäßige Weiterbildungen. Mitglieder haben entweder den Facharzttitel für Plastische beziehungsweise Plastische und Ästhetische Chirurgie erworben oder dürfen dank einer spezialisierenden Ausbildung in der Gesichtschirurgie die Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“ tragen. Seit 2001 werden nur noch Fachärzte für Plastische oder Plastische und Ästhetische Chirurgie aufgenommen, um noch gezielter Qualität sicherzustellen.

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
VDPC LogoDie 1969 gegründete DGPRÄC (vormals VDPC) sieht ihr Tätigkeitsfeld in den vier Säulen Rekonstruktion, Verbrennung, Handchirurgie und Ästhetik. Alle Mitglieder haben die sechsjährige Facharztausbildung in Plastischer Chirurgie abgeschlossen. Das Ziel der DGPRÄC ist es eigenen Angaben zufolge, die Plastische Chirurgie in Deutschland als selbstständigen Fachbereich zu erhalten und weiterzuentwickeln. Als Mitglied der „International Confederation of Plastic and Aesthetic Surgery“ (IPRAS) pflegt der Verband auch den Gedankenaustausch mit Fachorganisationen im Ausland.

Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC)
VDPC LogoDie VDÄPC ist eine Tochtergesellschaft der DGPRÄC und wurde 1995 gegründet. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit der ästhetischen Chirurgie. Ordentliches Mitglied können nur Fachärzte werden, die ausschließlich auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie tätig sind. Neben der Fortentwicklung der ästhetischen Chirurgie beschäftigt sich der Verband auch mit Fortbildungen in diesem Bereich.

Deutsche Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW)
DGPW Logo1962 gegründet, ist es das erklärte Ziel der DGPW, die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit der Plastischen und Wiederherstellungschirurgie zu fördern. Die Mitglieder stammen dabei nicht alleine aus Kreisen der Plastischen Chirurgie, Fachärzte für Plastische Chirurgie sind hier sogar in der Minderzahl. Auch Augenärzte, Allergologen, Dermatologen, HNO-Ärzte, Orthopäden oder Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen können sich der Gesellschaft anschließen. Die DGPW sieht sich als interdisziplinäre Gesellschaft und möchte den Erfahrungsaustausch zwischen den medizinischen Fachgebieten fördern.

Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD)
DGPW LogoAus- und Weiterbildung sowie Orientierungshilfe für Patienten – dies sind die erklärten Ziele der GÄCD. Seit gut 20 Jahren setzt sich der Verband dafür ein, dass die Profession „ästhetischer Chirurg“ als Ausbildungszweig geschützt wird, damit nicht jeder praktizierende Arzt ohne Erfahrung solche Operationen durchführen kann. Als Mitglieder zugelassen sind Facharzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie, aber auch Fachärzte für Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Chirurgie, die für ästhetische Behandlungen in ihrem Fachgebiet ausgebildet sind.

International sind es vor allem zwei Verbände, die von größerer Bedeutung sind.

International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)
1979 in Sao Paolo gegründet, umfasst die ISAPS heute Mitglieder aus 78 Ländern weltweit. Genau wie ihre nationalen Konterparts dient der Verband der Verbesserung der Qualität in der ästhetischen Chirurgie. Einen sehr hohen Stellenwert besitzt der Punkt Menschlichkeit, der mit Würde und Respekt verteidigt und gefördert werden soll.

International Confederation of Plastic and Aesthetic Surgery (IPRAS)
Als eine der ältesten Organisationen im Bereich Plastischer Chirurgie geht es der 1955 gegründeten IPRAS vor allem um den freundschaftlichen Umgang zwischen Chirurgen weltweit. Im Zentrum stehen auch hier die Steigerung von Qualität und Ansehen, der Austausch zwischen den Nationen sowie Aus- und Weiterbildung. Die IPRAS ist keine eigenständige Organisation mit eigenen Mitgliedern. Sie dient vielmehr als Dachverband und vereinigt führende Organisationen aus unterschiedlichen Ländern unter einem Namen. In Deutschland ist die DGPRÄC Mitglied des Verbandes.