Ohrenkorrektur


 

OP-Methoden


Die Ohrenkorrektur wurde erstmals 1845 von Dieffenbach, einem deutschen Chirurgen, beschrieben. Sie stellt heute einen Routineeingriff mit vielen Variationen für Ästhetisch-Plastische Chirurgen dar. Bei Erwachsenen erfolgt die OP meist unter örtlicher Betäubung. Kinder, vor allem kleine Kinder, sollten eher unter Vollnarkose operiert werden. Durch einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr entfernt der Operateur einen Teil des Ohrknorpels oder formt diesen neu. Die Operation wird in Rückenlage durchgeführt, dabei lagert der Kopf erhöht.
Zur Korrektur abstehender Ohren werden, abhängig von der Art der Fehlbildung, drei Techniken und deren Kombinationen angewandt: Bei der Nahttechnik wird die Rückfläche der Ohrmuschel freigelegt und der Ohrknorpel durch Fadenzug in eine enger am Kopf anliegende Position gebracht. Bei der kombinierten Naht-Schnitt-Technik wird, ebenfalls von der Rückseite des Ohrs aus, die Knorpelstruktur durch Feilen, Schleifen oder Schneiden abgetragen und neu geformt. Die Ritztechnik geht den Knorpel von der Vorderseite an. Durch einseitige oberflächliche Ritzung des Knorpels verändert dieser seine Form, eine spezielle Naht muss nicht zwingend notwendig sein.