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Ästhetische Chirurgie im TV: „Mehr Mut zu neuen Gesichtern“

DGÄPC bedauert Fehlen anerkannter Fachvertreter bei Öffentlich-Rechtlichen

Berlin, 8. März: Unter dem Motto “Ewig jung oder würdig grau – Wie wird man alt mit Stil?“ diskutierte ARD-Moderator Frank Plasberg in seiner Sendung „Hart aber Fair“ vom 3. März über Vor- und Nachteile der Ästhetischen Chirurgie. Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie bedauern wieder, dass auf Seiten der Fachschaft mit Professor Werner Mang kein „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ als Repräsentant der Zunft geladen wurde. Leider geschah dieses schon einmal mit Dr. Afschin Fatemi im Sommer 2008. „Beim Thema Ästhetische Chirurgie bekommen Fernsehzuschauer immer wieder die gleichen Gesichter zu sehen. Dies sind größtenteils Kollegen, die keinen Facharzttitel auf diesem Gebiet besitzen, obwohl dieser als anerkanntes Kriterium für Seriosität und Professionalität gilt“, kritisiert DGÄPC-Präsident Dr. Joachim Graf von Finckenstein die Wahl der Talkshowgäste bei „Hart aber Fair“ und ergänzt, dass der Bekanntheitsgrad durch geschicktes Marketing nicht immer mit seriöser Fachkompetenz gleich zu setzen sei.

Grundsätzlich kämpft die Ästhetisch-Plastische Chirurgie mit einem verzerrten Bild in der Öffentlichkeit. Einerseits propagieren Medien verlässliche Kriterien bei der Wahl von seriösen Ärzten. Hierzu zählen zum Beispiel der Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ sowie die Mitgliedschaft in einer der anerkannten deutschen Fachgesellschaften. Andererseits kommen, auch in vermeintlich seriösen TV-Formaten wie Plasbergs ARD-Runde, eben solche Vertreter nicht zu Wort. Als problematisch sieht von Finckenstein dabei die Gefährdung des Images des gesamten medizinischen Faches der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Von Finckenstein: „Das Beispiel der Wadenimplantate in der gestrigen Sendung hat gezeigt, wie einfach der geladene Schönheitschirurg in seiner Seriosität zu demontieren war. Dem Zuschauer bleibt der Beigeschmack der Unprofessionalität des gesamten Fachgebiets hängen.“ Plasberg verwickelte Mang im letzten Drittel der Sendung in Widersprüche: Mang lehnte im Gespräch Wadenimplantate als ästhetischen Eingriff ab, wirbt aber auf der Homepage seiner Mang Medical One AG damit. Von Finckenstein: „Bei kontrovers diskutierten Themen wie der Schönheitschirurgie wünschen wir uns von Seiten der Medien mehr Mut zu neuen Gesichtern. Schließlich sind es meist die renommierten Fachvertreter eines Standes, die in brisanten Diskussionen für Tiefe und Würze sorgen.“

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) ist der älteste deutsche Fachverband auf dem Gebiet der Ästhetischen Chirurgie. In der Gesellschaft organisieren sich Fachärzte für Plastische bzw. für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die seit mehreren Jahren in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt ästhetische Chirurgie tätig sind.

Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de