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Brust-OP mit Tierarztbesteck?

DGÄPC warnt vor unbedachtem Beautytourismus

Berlin, 5. Mai: Laut Ärzte Zeitung Online vom 16. April führte ein falscher Arzt in Barcelona „Schönheitsoperationen“ zu Dumping-Preisen mit Tierarztbesteck durch. Dabei erlitten Patienten lebensgefährliche Folgeschäden. Wiederholt warnt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) vor einem Beautytourismus, der sich nur an günstigen Angeboten orientiert.

Wenn Touristen sich im Ausland für einen ästhetischen Eingriff zum Dumping-Preis entscheiden, müssen sie sich im Voraus über die möglichen gesundheitlichen Konsequenzen einer Operation im Klaren sein. Über die Facharztausbildung und die Erfahrung des behandelnden Arztes sollten sich die Patienten deshalb gründlich informieren. „Wenn es um die Gesundheit geht, ist Qualität wichtiger als ein Schnäppchen“, warnt DGÄPC-Vorstandsmitglied Dr. Regina Wagner. Denn einmal ins Heimatland zurückgekehrt, müssen sich die Urlauber im Falle einer Komplikation an einen deutschen Fachkollegen wenden. Seit dem 1. Juli 2008 verpflichtet der Gesetzgeber Ärzte zur Meldung von Folgeerkrankungen aus medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operationen an die Krankenkassen. Sämtliche Kosten für die Nachsorge tragen die Patienten dann selbst.

Laut DGÄPC-Patientenumfrage 2008 vertrauen deutsche Patienten den Versorgungsmöglichkeiten im eigenen Land am meisten: Rund 92 Prozent der Befragungsteilnehmer antworteten auf die Frage „Würden Sie erwägen, einen ästhetischen Eingriff im Ausland vornehmen zu lassen?“ mit einem klaren „Nein“.

Ratgeber für Patienten:
Im Bereich „Patienteninfos/Sonderthemen“ unter www.dgaepc.de bietet die DGÄPC einen Ratgebertext „Die 6 Goldenen Regeln für Beauty-OPs im Ausland“ zum Download an. Hier erfahren Interessierte, wie sie die Entscheidung für den richtigen Chirurgen im Ausland sicherstellen können.

Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de