zurück zur Liste der Presseinformationen

„Der Audi A 5 ist eindeutig weiblich!“

Ästhetische Chirurgie morgen

*Hamburg, 30. November 2007: Gesetzmäßigkeiten, die ein menschliches Gesicht jung, durchsetzungsstark oder erotisch aussehen lassen, finden sich analog im Automobildesign wieder. Designer arbeiten genauso wie Ästhetisch-Plastische Chirurgen mit
schlanker Taille, starkem Hüftschwung und vollen oder schmalen Lippen und wissen um die charakterbildende Wirkung von Falten und Muskeln. Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), nennt Parallelen relevanter Schönheitsmerkmale.*

„Wir Plastischen Chirurgen sorgen für eine geglättete Oberfläche, wobei darauf zu achten ist, dass manche Falten dem Gesicht erst den entscheidenden Ausdruck verleihen“, so DGÄPC-Präsident von Finckenstein. Beim aktuellen Peugeot 207 laufen die Scheinwerfer übertrieben nach hinten – aus ästhetischer Sicht trimmten die Designer das „Facelift“ zu stark auf Jugendlichkeit, so wie bei den Facelifts der neunziger Jahre – etwa bei Burt Reynolds.

„Der Audi A 5 ist eindeutig weiblich! An seiner Front weist er feminine Gesichtsproportionen auf, die durch die LCD Tagesleuchten wie geschminkte Lider betont werden“, stellt von Finckenstein fest und verweist außerdem auf die seitliche Linienführung: „Unbestreitbar besitzt der A 5 die Silhouette einer liegenden Frau“. Der DGÄPC-Präsident: „Der Dodge Nitro da-
hingegen ist ein echter Kerl, männlicher geht’s kaum.“ Von Finckenstein erklärt dies nicht nur anhand der breiten, muskulösen Schultern (Radläufe): „Dieser hohe, aufrechte Kühlergrill ist
ein ästhetischer Waschbrettbauch! Ein Six-Pack!“

Ragt die Motorhaube hingegen vorne tief bis in den Kühlergrill und verdeckt damit den oberen Rand der Scheinwerfer – so zu sehen beim 7er BMW bis Baujahr 2001 oder dem aktuellen Ford Mustang -, ergibt sich ein Effekt vergleichbar mit gezielt zusammengekniffenen Oberlidern, welche ein Gesicht konzentriert und entschlossen aussehen lassen. Zu weit aufgerissene Augen wie beim Nachfolge 7er BMW oder dem Porsche 996 lassen die Autos erstaunt drein schauen, das Gesicht wirkt nicht ausreichend ernst. Die Nachfolgemodelle haben wieder schmalere Lidspalten, wie Ästhetisch-Plastische Chirurgen es nach Facelifts und
Lidplastiken zu erzielen versuchen.

Von Finckenstein: „Der aktuelle SLK hat im Vergleich zum Vorgänger eine längliche, männliche Nase, denn über die gesamte Motorhaube bis zum Kühlergrill verläuft eine markante
Wölbung. Solche Nasen vermitteln den Eindruck von Charakter und Kraft. Dieser Naseneffekt kam so gut an, dass diese Motorhaubenform noch einprägsamer beim größeren Bruder
SLR übernommen wurde.“

Ein kräftiger Unterkiefer entspricht zwar nicht immer den idealen Gesichtsproportionen, steht aber für Willensstärke und Durchsetzungskraft, erklärt der Mediziner. Am Chrysler 300 M
erkennt er den gleichen Gesichts- beziehungsweise Designzug. Dem Smart, so Graf von Finckenstein, fehle es für ein harmonisches Gesicht jedoch an Kinnlänge.

Nach Meinung des Schönheitschirurgen werden Autos im Design zunehmend jünger und sportlicher. Von Finckenstein erkennt in diesem Trend eine klare Parallele zum gesellschaftlichen Denken: „Die Menschen werden älter und wünschen sich Jugendlichkeit.“ Als besonders gelungen bezeichnet der DGÄPC-Präsident den Audi A 5: „Dieses Auto ist aus meiner Sicht eine elegante Frau, bei der eine Ausgewogenheit der Proportionen für Eleganz und
Sportlichkeit sorgt. Übertriebene Formen meidet der Autodesigner genauso wie der Schönheitschirurg. Es sei denn, man möchte auffallen.“

3.490 Zeichen (mit Leerzeichen)

Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de