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Medizintourismus weltweit steigend

ISAPS veröffentlicht erstmalig internationale Umfrageergebnisse

Berlin, 28. August: Laut aktueller Studie der internationalen Vereinigung Ästhetisch-Plastischer Chirurgen ISAPS (International Society for Aesthetic Plastic Surgery) liegt die Zahl der ausländischen Patienten weltweit bei etwa zehn Prozent. Die ISAPS hatte im Juni 2009 über 1300 Ästhetisch-Plastische Chirurgen weltweit zu den Entwicklungen und Trends im Bereich der Auslandsoperationen befragt.

Die meisten Rückläufe der Befragung verzeichnete die ISAPS dabei aus dem europäischen Raum (23 Prozent), gefolgt von den USA und Brasilien. Über 54 Prozent der Chirurgen sehen die neuen Entwicklungen im Medizintourismus gelassen und als natürliche Entwicklung der heutigen Zeit. Lediglich drei Prozent halten Medizintourismus für unethisch. 25 Prozent sehen darin einen gefährlichen Trend. Dr. med. Hans-Henning Spitalny, National Secretary ISAPS: „Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Patienten einen Eingriff in einem anderen Land durchführen, solange die Nachsorge oder Mitbehandlung bei einem der qualifizierten ISAPSMitglieder erfolgt.“

DGÄPC: Vorsicht bei Preisaktionen

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) warnt entschieden vor preisbedingten Entscheidungen, ästhetische Operationen im Ausland durchführen zu lassen, da häufig nicht alle Kosten vorhersehbar sind. Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein, Präsident der DGÄPC: „Die Zahl der im Ausland durchgeführten, misslungenen Operationen steigt an. Bei misslungenen Auslands-OPs verzichten die meisten Opfer auf einen Prozess. Aufgrund fehlender Sprach- und Rechtskenntnisse sowie der Prozesslokalisierung im Ausland stehen die Chancen für einen Prozessgewinn trotz sehr hoher Kosten nicht rosig.“

Kooperationen mit Hotels liegen im Trend

In den Hochburgen für Beautytourismus Mexiko, Costa Rica, Brasilien, Tschechien, Belgien und Ungarn setzen Chirurgen auf Kooperationen mit Hotels oder in seltenen Fällen auch Beauty-Tourismusorganisationen. 29 Prozent der Befragten würden künftig unter Umständen mit Beautytourismusorganisationen kooperieren, nahezu 60 Prozent lehnen dies strikt ab.

International Society for Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)
Ästhetisch-Plastische Chirurgen aus 86 Nationen weltweit sind in der ISAPS auf internationaler Ebene organisiert, darunter auch zahlreiche Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Als Deutsche Vertretung wurde DGÄPC-Mitglied Dr. Hans-Henning Spitalny zum National Secretary der Vereinigung berufen. Dr. Spitalny: „Ziel der ISAPS ist der internationale fachliche Austausch auf dem Gebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie und die Bildung stärkender Kontakte und Netzwerke weltweit.“

Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de