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Schönheitsoperation als PR-Event

DGÄPC zur geplanten RTL-Reportage „Aus alt mach neu – Brigitte Nielsen in der Promi-Beautyklinik”

Berlin, 20. Juni 2008: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zeigt der TV-Sender RTL ab Mitte Juli einen Dreiteiler „Aus alt mach neu – Brigitte Nielsen in der Promi-Beautyklinik“. Die 44-jährige Schauspielerin wolle ihren Körper in mehreren Operationen von deutschen Chirurgen rundum verjüngen und sich dabei von Kameras begleiten lassen, so die Meldung. Es sei, als würde „eine Horde Handwerker ein altes Haus in Schuss bringen“, soll Nielsen kommentiert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) kritisiert, hier werde ein medizinischer Eingriff zu leichtfertig als PR-Event missverstanden.

Erst Anfang des Jahres ließ die Exfrau von Sylvester Stallone ihren Aufenthalt in einer Drogenentzugsklinik vom US-Sender VH-1 filmen. Fragwürdig erscheint da die Information aus einer Presseerklärung von RTL, Nielsen wolle mit der Kamerabegleitung ein öffentliches Statement gegen die „nervende“ Heimlichtuerei in Hollywood setzen. „Frau Nielsen scheint einen ungesunden Hang zur Selbstdarstellung zu haben“, kritisiert DGÄPC-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Detlef Axmann. „Ihr geht es nur um die Vermarktung ihres Images. So leichtfertig sollte man die eigene Gesundheit nicht zur PR-Aktion machen.“ Den Verdacht eines PR-Gags nährt die Tatsache, dass Brigitte Nielsen sich mit den Operationen angeblich auf ein Comeback vorbereitet: Nach Angaben der „Bild“ will sie sich Ende des Jahres für das Männermagazin „Playboy“ ausziehen – die geplante TV-Reportage dürfte hier für steigende Auflagenzahlen sorgen.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einem ästhetischen Eingriff zu unterziehen, muss zuerst begreifen, dass es sich hierbei um eine medizinische Operation, also um ein Eingreifen in den Körper handelt. Komplikationen kann kein Chirurg völlig ausschließen. „Aufgeklärte Patienten sind sich der Risiken bewusst und können selbst entscheiden, wie viel von ihrem privaten Eingriff sie öffentlich machen wollen“, erläutert Axmann. „Für Frau Nielsen aber scheint eine ästhetische Operation der Teilnahme bei „Wohnen nach Wunsch“ gleichzukommen. Das halte ich für gefährlich. Hoffentlich gerät sie an einen seriösen ästhetischen Chirurgen, der ihr die Risiken deutlich macht und gegebenenfalls auch nein sagen kann.“

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Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de