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Trend: Ästhetische Operationen ohne Vollnarkose

Berlin, 17. Oktober 2006: Für Ästhetisch-Plastische Eingriffe besteht zunehmend die Möglichkeit der lokalen oder regionalen Betäubung. Gegenüber der Vollnarkose bedeutet das Vorteile für den Patienten: geringere körperliche Belastung, niedrigere Kosten für die Operation, Einsparen des Klinikaufenthaltes. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) erläutert den Trend.

„In den vergangenen Jahren hat die Chirurgie zunehmend Methoden entwickelt, die eine Vollnarkose unnötig machen“, so Dr. Rolf Kleinen, Präsident der DGÄPC. Patienten profitieren von der regionalen oder lokalen Betäubung durch Schonung des Herz-Kreislaufsystems und ein vermindertes Risiko von Nebenwirkungen. Kleinen: „Jede Anästhesie, und dabei besonders die Vollnarkose, bedeutet ein Gesundheitsrisiko. Ob es sich um einen rein ästhetischen oder medizinisch indizierten Eingriff handelt, spielt absolut keine Rolle.“ Doch nicht nur gesundheitlich bringt die Anästhesie nur eines Körperteils oder -bereichs Vorteile für den Patienten, auch finanziell profitiert er davon: Der Verzicht auf teure Anästhesiepräparate sowie ein verkürzter oder sogar nur ambulanter Klinikaufenthalt verringern die Kosten für den operativen Eingriff. Dennoch: Einige Eingriffe – etwa die Bauchdeckenstraffung oder Gesäßkorrekturen – stellen eine traumatische Belastung für den Körper dar, die er in Vollnarkose besser übersteht.

Zu den Ästhetisch-Plastischen Methoden, die jetzt eine lokale Betäubung zulassen, gehört die Brustvergrößerung. Als einer von wenigen Plastischen Chirurgen in Deutschland führt DGÄPC-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Detlef Axmann den Eingriff unter Lokalanästhesie durch. Axmann: „Selbstverständlich dürfen so nur Patientinnen operiert werden, die dem psychisch gewachsen sind. Viele dieser Patientinnen finden es dann sehr spannend, die Operation bewusst mitzuerleben. Ein weiterer Vorteil: Sie bekommen ein besseres Verständnis für die Operation und die notwendige Nachsorge.“

Im Falle der Fettabsaugung (Liposuktion) begünstigt ein Eingriff unter nur örtlicher Betäubung sogar das Operationsergebnis. DGÄPC-Mitglied Dr. Norbert Kania: „Der Patient kann sich während des Eingriffs selbstständig umdrehen, aufstehen oder einzelne Muskelpartien anspannen. So erreicht der Operateur ein optimales symmetrisches Ergebnis.“

In einem neuen Ratgeber erläutert die DGÄPC die Möglichkeiten der Narkoseanwendung bei Ästhetisch-Plastischen Operationen. Zu finden unter www.dgaepc.de im Bereich Patienten-Infos.

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Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de