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Trend: Privatkliniken kooperieren mit Hotels
Frankfurt/Main, 24. November 2006: Während die großen Krankenhäuser noch über Patientenhotels diskutieren, zeichnet sich unter Privatkliniken längst ein Trend ab: Mit der Anbindung an ein Hotel ergeben sich finanzielle Vorteile für Klinik wie Patient. Letzterer profitiert außerdem vom Ambiente, der Ruhe und dem Zimmerservice. Kooperationen zwischen Kliniken und Hotels bringen Vorteile mit sich – jedoch auch Einschränkungen.
Insbesondere im Bereich der ästhetischen Chirurgie bestehen zunehmend Anbindungen von Praxen an Hotels. “Wer sich einem ästhetischen Eingriff unterzieht, ist nicht krank und möchte sich auch nicht so fühlen”, weiß Dr. Paul Edelmann, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Kabelfernsehen, Minibar und Essen á la carte vermitteln dem Patienten ein Gefühl von Freizeit und Entspannung. Kein Krankenhausgeruch, keine Visite früh um sieben – einzig der Knopf über dem Bett und die auf dessen Druck hin herbeieilende Krankenschwester erinnern an die Tatsache, dass der Patient hier als Patient und nicht als Gast eincheckt. Edelmann nennt einen weiteren Vorteil: “Was im Krankenhaus undenkbar wäre, stellt hier kein Problem dar: Der Partner darf mit übernachten.”
Dennoch, gibt die DGÄPC zu bedenken, bestehen Einschränkungen. Denn der weitgehende Verzicht auf teures medizinisches Fachpersonal und -equipment stellt eine Gefahr dar, sobald es nicht mehr nur um die Überwachung eines Patienten geht, der sich sicher auf dem Weg der Besserung befindet. DGÄPC-Sekretär Dr. Hermann Solz: “Jede Klinik, auch die in einem Hotel, ist für Notfälle ausgestattet. Doch im Falle ernsthafter Komplikationen muss der Operateur auf die erweiterten Möglichkeiten eines Akutkrankenhauses zurückgreifen, auch weil hier Mediziner anderer Fachbereiche abrufbar sind.” In der Einrichtung muss das Hotelzimmer den gesetzlich festgelegten Ansprüchen an eine Klinik genügen: Abwaschbare Flächen und nichtleitende Böden gehören dazu. Auch außerhalb dieser Vorgaben gilt es einige Punkte zu beachten. Niedrige Betten und Sanitäranlagen beispielsweise können insbesondere für Patienten mit Wunden im Rumpfbereich Probleme bedeuten.
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Pressekontakt:
Bianca SablowskyDGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de
