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... und deshalb ist ein Auto sexy!

Berlin, 8. September: Warum ist der neue Fiat 500 jung und süß, ein aktueller VW Polo nun erwachsen und die soeben erschienene Mercedes E-Klasse schon jetzt alt? Dr. med. Joachim Graf von Finckenstein, Präsident der DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e. V.), studierte die Parallelen zwischen ansprechendem Autodesign und menschlicher Schönheit, und fand dabei erstaunliche Gesetzte heraus, denen jeder Mensch in der Wahrnehmung unterliegt.

Dr. Graf von Finckenstein, Präsident der ältesten deutschen Fachgesellschaft für Schönheitschirurgie, kennt die genetischen Determinanten für das ästhetische Empfinden. Beim Betrachten ruft der Mensch immerzu archaische Reflexe ab, wenn es um Schönheit geht. Dr. von Finckenstein: „Überleben und Fortpflanzung sind die beiden Urtriebe aus der Natur, die im positiven Empfinden der Formgebung dominieren. So wie ein knackiger Hintern mit entsprechenden Hüftrundungen Gebärfähigkeit signalisiert, kann das runde Heck am Auto ebenso sexy wirken. Der Porsche 911 verkörpert dies.“ Des Weiteren sieht Finckenstein die korrekten Proportionen, beim Menschen wie bei einem Auto, als den Schlüssel zur Attraktivität: „Der Ford Focus Cabrio hat einen zu unförmigen, langen Po, deswegen sieht er nicht sportlich aus.“ Stardesigner Giugiaro, Gründer von Italodesign, vertritt die hier passende Meinung: „Autos sind wie Frauen: Der Unterschied zwischen einer wunderschönen und einer gewöhnlichen ist nur eine Frage von Details.”

Auch andere Naturreflexe werden bei der Betrachtung von Fahrzeugen abgerufen: „Große aufgerissene Kinderkulleraugen wie bei Bambi oder einem Fiat 500 rufen den Beschützerreflex hervor „Oh wie süß“ – gerade bei Frauen.“ Zum aktuellen VW Polo, der faktisch größer geworden ist und auf den großen Bruder Golf aufschließt, meint Finckenstein: „Jetzt hat der Polo die erwachsenen Augen des großen Bruders Golf, wo die Brauen als Zeichen der Konzentration und leicht mittig nach unten stehen. Dieses Element ist bei allen Automobilen zu erkennen, die „Ernst“ genommen werden wollen.“ Audi verwendet als Stilelement der „Augen“ ihrer Fahrzeuge so eine Art geschminkter Wimpern mit ihren Tagesleuchtdioden. Wenn es Designer stylistisch an den Scheinwerfern übertreiben, dann „handelt man sich ein unästhetisch wirkendes Triefauge, genannt Ektropium, wie bei einem Bernadiner ein“, so der Arzt. Der neue, sonst gelungen wirkende A8 hat ansatzweise solche Augen, die der Schönheitschirurg beim Menschen zur kosmetischen Verbesserung und zur Verhinderung der Bindehautaustrocknung stets operativ zu korrigieren versucht.

Die Mundwinkel ziehen sich nach Ansicht des Schönheitschirurgen beim neuen BMW X1 so nach unten wie in den Karikaturen von Angela Merkel: „Der BMW X1 ist trotz Stärken ein trauriges Auto.“ Falten können nach Finckensteins Erkenntnis an den richtigen Stellen in der passenden Proportion sehr attraktiv wirken wie bei Sean Connery oder – zu ihm passend – bei einem Aston Martin verdeutlicht. „In der modernen Schönheitschirurgie versuchen wir dort Falten zu reduzieren, wo sie nicht hingehören oder ein Negativelement verstärken. Solche Falten lassen alt oder unfreundlich erscheinen. Beim Auto ist dies nicht anders. Die neue Mercedes E Klasse hat (und das am Heck T Modell besonders), Sicken, Ecken und Furchen, beim Menschen wären es Falten oder Narben, in allen erdenklichen nicht zueinander passenden geometrischen Linien. Die E-Klasse ist alt! Hier wäre eine Narbenkorrektur oder zumindest eine Faltenunterspritzung aus medizinischer Sicht ein Weg der Verjüngung.“

Pressekontakt:

Bianca Sablowsky
DGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de