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Was kommt 2010 auf uns zu?
Zehn Trends und Prognosen in der Ästhetischen Chirurgie
Berlin, 17. November: Ein spannendes Jahr mit zahlreichen Neuerungen und neuen Trends in der Ästhetischen Chirurgie neigt sich dem Ende. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, älteste Fachgesellschaft auf diesem Gebiet in Deutschland, stellt zehn Trends des Jahres und ihre Einschätzungen für das kommende Jahr vor.
1) Die Tabuisierung von Ästhetisch-Plastischer Chirurgie verliert insbesondere bei jüngeren Menschen etwa zwischen zwanzig und 35 Jahren ihre Wirkung. Medizinischästhetische Bedürfnisse gewinnen an Akzeptanz.
2) Modernste High-Tech-Verfahren ermöglichen es, einen bisher chirurgischen Eingriff zunehmend narbenfrei und weniger invasiv durchzuführen. Aufgrund der Anschaffung der notwendigen modernen Apparaturen geht dies aber in naher Zukunft nicht, wie vielfach angenommen, mit einer Senkung der Operationskosten einher.
3) Langzeitwirkung ist weniger gefragt. Durch Unterfütterung mit Hyaluronsäure lassen sich beispielsweise Gesichts- und Nasenkonturveränderungen erreichen, die sich innerhalb einiger Monate vollständig zurückbilden.
4) Patienten verlangen nach non-invasiven Methoden. Sie wünschen schonende Korrektureingriffe ohne Narbenbildung und mit kurzen Ausfallzeiten. Dazu gehört 2010 insbesondere die Faltenbehandlung mit Radiage oder Peelings.
5) Zum Facelift als Methode der Verjüngung eines alternden Gesichtes kommt die Volumenverteilung. Hier polstert der Ästhetisch-Plastische Chirurg Gewebedellen meist im Wangen- und Kieferbereich durch körpereigene Fettzellen oder Hyaluronsäure auf und wirkt so der altersbedingten Veränderung des Volumens im Mittelgesicht entgegen.
6) Patienten wünschen Eingriffe möglichst ohne das Einbringen von Fremdmaterialien. Daher haben Verfahren zur Entnahme und Extrahierung von körpereigenem Fett in den letzen Jahren rapide Entwicklungen erfahren. Plastische Chirurgen setzen körpereigene Fettzellen nicht mehr nur für die Modellierung, sondern auch zur Vergrößerung ein. Bald wird die moderne Eigenfettverpflanzung auch größere Silikonkissen ersetzen können.
7) Die Weiterentwicklung und Optimierung von Methoden zur Brustvergrößerung spielt in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie auch 2010 eine tragende Rolle, da dieser Eingriff nach wie vor häufig nachgefragt wird.
8) Zunehmend gewinnen moderne Verfahren der ästhetischen Genitalchirurgie an Aufmerksamkeit.
9) Patienten achten bei der Suche nach dem richtigen Operateur immer mehr auf Sicherheit. Sie berücksichtigen bei ihrer Arztwahl den Facharzttitel sowie ein transparentes Qualitätsmanagement.
10) Leider spielt auch der Preis für Patienten zunehmend eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung für einen Arzt und Eingriff. Dies öffnet unqualifizierten “Schönheitschirurgen“ die Türen zu einem chirurgischen Bereich, der ihnen aus Sicht der DGÄPC zum Schutz der Patienten verwehrt bleiben sollte.
Pressekontakt:
Bianca SablowskyDGÄPC Pressestelle
030 / 88 71 02 - 27
bianca.sablowsky@dgaepc.de
